7. KASSELER KOMIK-KOLLOQUIUM 2016
Preisverleihung, Lesungen, Bühnenkunst, Ausstellungen, Filme, Fachtagung

kkk2016_logoSamstag, 13. Februar bis Sonntag, 21. Februar 2016.
Veranstaltet von der Stiftung Brückner-Kühnen mit mehreren Kooperationspartnern.

Zum siebten Mal findet das Kasseler Komik-Kolloquium statt. Das einzigartige Festival zur Literatur und Wissenschaft des Komischen wird seit dem Jahr 2000 von der Stiftung Brückner-Kühner und mehreren Kooperationspartnern veranstaltet. Das Programm bietet vom 13. bis 21. Februar Lesungen, Bühnenkunst und Ausstellungen an mehreren Veranstaltungsorten der Stadt Kassel. Eingebettet ist die öffentliche wissenschaftliche Tagung, bei der die „Grenzen der Komik“ ausgelotet werden. Die Veranstaltungen setzen dabei aufs Komische nicht nur als Beiträge zur Lachkultur, sondern auch zum Merkwürdigen, Eigenartigen, Verrückten, zum Subversiven, Gewagten und Innovativen.

Im Rahmen des Festivals wird der „Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor“ an den österreichischen Schriftsteller Wolf Haas verliehen. Zugleich wird die Berliner Autorin Kirsten Fuchs mit dem „Förderpreis Komische Literatur“ ausgezeichnet. Beide Preise werden jährlich von der Stiftung Brückner-Kühner und der Stadt Kassel vergeben. Die Bali-Kinos zeigen aus diesem Anlass ab 7. Februar in Sonntagsmatineen alle vier Brenner-Filme.

Zum Festivalauftakt heißt es „Pigor singt. Benedikt Eichhorn muss begleiten“: Mit „Volumen 8“ präsentiert das Berliner Duo sein aktuelles wortgewaltiges Programm zwischen Chanson, Pop, Jazz, Salon Hip-Hop und Mitsing-Hymne. Mit „Hitler – Herzblatt – Trallala“ bewegt sich Ingeborg Bachmann-Preisträgerin Nora Gomringer auf einem schmalen Grad zwischen absurd und Abgrund. In der Reihe „3durch3“ präsentieren Spoken Word-Poet Timo Brunke, Titanic Boygroup-Mitglied Thomas Gsella und die Singer/Songwriterin AnniKa von Trier verschiedene Positionen komischer Poesie. Der Kinder- und Jugendbuchautor und derzeitiger Grimm-Poetikprofessor Paul Maar liest und kommentiert „Schiefe Märchen und schräge Geschichten“. „Ist das jetzt Satire oder was?“, fragen Ahne, Christian Bartel, Ella Carina Werner, Heiko Werning und Titanic-Chefredakteur Tim Wolff bei einem Lesebühnen-Abend. Der Kasseler Literaturpreisträger des Jahres 2015 Frank Schulz, der Autor Christian Maintz sowie die Schauspielerin Irene Fischer ehren den kürzlich verstorbenen Übersetzer und Vortragskünstler Harry Rowohlt mit Erzählungen, Briefen und Filmen. Der Schriftsteller und Sänger Funny van Dannen strauchelt am letzten Festivaltag mit Erzählungen aus seinem neuen Buch durch eine Welt ohne logische Grenzen. Das Lesungs- und Bühnenprogramm wird in der Stadtbibliothek mit Medienstationen komischer Hörspiele ergänzt. Und im Kunsttempel heißt es „Welcome Wutwut Werther“: Hier zeigen Aram Bartholl, Mara Genschel, Wolf Haas, Steffi Jüngling, Thomas Kapielski, Jürgen O. Olbrich, Gerhard Rühm und Hubert Sielecki, in einer Ausstellung komische Sprachkunst; Thomas Kapielski liest zur Eröffnung.

Mit der dreitägigen wissenschaftlichen Tagung hat sich das Kasseler Komik-Kolloquium zum einzigen kontinuierlichen Ort für kulturwissenschaftliche Humorforschung entwickelt. Diesmal fragen Forscher verschiedener Fachdisziplinen nach den „Grenzen der Komik“: Das Thema hat durch den verheerenden Terroranschlag auf die französische Satirezeitschrift Charlie Hebdo traurige Aktualität. Diskutiert wird, welche kulturellen Grenzen das Komische aufwirft und wie die Komik dabei selbst an ihre Grenzen gerät. Lässt sich dem Terror mit Komik trotzen? Kann man den Holocaust verspotten oder Hitler als komische Figur betrachten? Dergleichen Fragen reichen auch in die künstlerischen Veranstaltungen des Festivals hinein.

Das Kasseler Komik-Kolloquium hat viele Kooperationspartner: Beteiligt sind die Bali-Kinos, die Caricatura, das Freie Radio Kassel, die Grimmwelt, das Institut für Germanistik der Universität Kassel, das Literaturbüro Nordhessen, das Museum für Sepulkralkultur, das Kulturzentrum Schlachthof, der Kunsttempel und die Stadtbibliothek.

www.komik-kolloquium.de

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