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	<title>Literaturbüro Nordhessen</title>
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	<description>Veranstaltungen und Angebote</description>
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		<title>Das poetische Kassel. Ein Lesebuch aus fünf Jahrhunderten &#8211; Buchvorstellung mit Lesung</title>
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		<pubDate>Mon, 06 May 2013 09:57:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>gebhardt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>

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		<description><![CDATA[Mittwoch, 22. Mai 2013, 20 Uhr, Literaturbüro im Kunsttempel, Friedrich-Ebert-Straße 177. Eintritt frei Eine Bildungstour durch Deutschland sollte an Kassel nicht vorbeiführen. Dass Kassel eine Reise wert war und noch immer ist, beweisen die von Jürgen Röhling zusammengetragenen Reiseberichte, Essays, &#8230; <a href="http://www.literaturbuero-nordhessen.de/das-poetische-kassel-ein-lesebuch-aus-drei-jahrhunderten-buchvorstellung-mit-lesung/">Mehr <span class="meta-nav">&#187;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><div id="attachment_2379" class="wp-caption alignleft" style="width: 290px"><a href="http://www.literaturbuero-nordhessen.de/wp-content/uploads/2013/05/Cover-KL.jpg" rel="attachment wp-att-2379"><img class="size-full wp-image-2379" title="Cover-KL" src="http://www.literaturbuero-nordhessen.de/wp-content/uploads/2013/05/Cover-KL.jpg" alt="" width="280" height="425" /></a><p class="wp-caption-text">Jürgen Röhling (Hrsg.): Das poetische Kassel. Ein Lesebuch aus drei Jahrhunderten. B&amp;S Siebenhaar-Verlag, 240 Seiten.</p></div>
<p><strong>Mittwoch, 22. Mai 2013, 20 Uhr, Literaturbüro im Kunsttempel, Friedrich-Ebert-Straße 177. </strong><br /><strong>Eintritt frei</strong></p>
<p style="text-align: left;">Eine Bildungstour durch Deutschland sollte an Kassel nicht vorbeiführen. <br />Dass Kassel eine Reise wert war und noch immer ist, beweisen die von Jürgen Röhling zusammengetragenen Reiseberichte, Essays, Briefe und Gedichte aus fünf Jahrhunderten.<br />Aber nicht nur der Bildung wegen reiste man in die nordhessische Residenzstadt, sondern auch zum Vergnügen -  oder weil sie einfach auf dem Weg lag. Kassel &#8211; das wird in dieser Anthologie deutlich &#8211; wurde und wird nicht nur besungen, sondern auch geschmäht und verlacht.</p>
<p>Das Buch versammelt tiefsinnige, ernste, heitere, freiwillig oder unfreiwillig komische Ansichten zu Kassel in Prosa und Lyrik: Texte von Goethe, Ludwig Börne, <a href="http://www.literaturbuero-nordhessen.de/wp-content/uploads/2013/05/JR_KL2.jpg" rel="attachment wp-att-2396"><img class="alignright size-full wp-image-2396" title="JR_KL" src="http://www.literaturbuero-nordhessen.de/wp-content/uploads/2013/05/JR_KL2.jpg" alt="" width="146" height="196" /></a>Heinrich Heine, Mark Twain, Theodor Fontane, Philipp Scheidemann, Joachim Ringelnatz, Gottfried Benn, Christine Brückner, Marcel Beyer, Sten Nadolny und vielen anderen.</p>
<p style="text-align: justify;">Herausgeber Jürgen Röhling liest ausgewählte Texte aus dem Band. Karl-Heinz Nickel, Vorsitzender des Literaturhauses, moderiert den Abend. <br /><strong><br />Jürgen Röhling</strong>, geboren in Kassel, studierte Germanistik, Publizistik und Anglistik in Göttingen und lehrt seit 2006 an der Universität Tirana/Albanien.</p>
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		<title>Wer kann für böse Träume – The Secret Grimm Files. Ausstellung &#8211; Gespräch &#8211; Lesung</title>
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		<pubDate>Mon, 08 Apr 2013 10:28:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>gebhardt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Archiv]]></category>

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		<description><![CDATA[Ausstellungseröffnung: Dienstag, 30. April 2013, 19 Uhr, Eintritt freiÖffnungszeiten: 1., 3 und 4. Mai, 15-18 Uhr Finissage mit Lesung: Samstag, 4. Mai 2013, 19 Uhr. Eintritt: 8 / 5 Euro Dringende Mitteilung (2.5.2013): Es tut uns sehr leid mitteilen zu &#8230; <a href="http://www.literaturbuero-nordhessen.de/wer-kann-fur-bose-traume-the-secret-grimm-files/">Mehr <span class="meta-nav">&#187;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><div id="attachment_2311" class="wp-caption alignleft" style="width: 218px"><a href="http://www.literaturbuero-nordhessen.de/wp-content/uploads/2013/04/DW-Titel-250.jpg" rel="attachment wp-att-2311"><img class="size-medium wp-image-2311 " title="DW-Titel-250" src="http://www.literaturbuero-nordhessen.de/wp-content/uploads/2013/04/DW-Titel-250-208x300.jpg" alt="" width="208" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Das Buch</p></div>
<p><strong>Ausstellungseröffnung:</strong> Dienstag, 30. April 2013, 19 Uhr, Eintritt frei<br /><strong>Öffnungszeiten:</strong> 1., 3 und 4. Mai, 15-18 Uhr <br /><strong>Finissage mit Lesung:</strong> Samstag, 4. Mai 2013, 19 Uhr. Eintritt: 8 / 5 Euro</p>
<p><strong>Dringende Mitteilung (2.5.2013): Es tut uns sehr leid mitteilen zu müssen, dass die Teilnahme von Angelika Klüssendorf an der angekündigten Lesung aus Krankheitsgründen leider kurzfristig abgesagt werden muss. Lesen wird wie angekündigt Tamara Bach.</strong></p>
<p>Bücher sind eine Welt für sich. Geschichten erzählen eröffnet noch einmal andere Perspektiven. In Zeiten medialer Vielfalt, ändern sich die Möglichkeiten, Literatur aufzubereiten und zu vermitteln. Natürlich werden Bücher weiterhin gedruckt. Aber warum Inhalte nicht auch ergänzend über Facebook und Social Media vermarkten und unter Mitwirkung der Leser weiterentwickeln? <br />Die Ausstellung mit dem Berliner Verlag <strong>Das wilde <a href="http://www.literaturbuero-nordhessen.de/wp-content/uploads/2013/04/Grafik1-150.jpg" rel="attachment wp-att-2312"><img class="alignright size-full wp-image-2312" title="Grafik1-150" src="http://www.literaturbuero-nordhessen.de/wp-content/uploads/2013/04/Grafik1-150.jpg" alt="" width="150" height="221" /></a>Dutzend</strong> zeigt die ganze Bandbreite des transmedialen Storytelling. Deutlich wird, dass sich die Rolle des Lesers ändert. Er ist nicht mehr lediglich Konsument, sondern kann unmittelbar spielerisch gestaltend in die Welt der Literatur eingreifen.</p>
<p>Im Mittelpunkt der Ausstellung steht die von Das wilde Dutzend edierte Anthologie <strong><em>Wer kann für böse Träume – The Secret Grimm Files</em></strong>: Gezeigt werden neben Originalillustrationen auch Videos mit Autorengesprächen und Atelierbesuchen bei den beteiligten Illustratoren. Multimediastationen bieten darüber hinaus Chat-Möglichkeiten oder Online Schnitzeljagden. Die Anthologie bündelt Erzählungen von 15 zeitgenössischen Autorinnen und Autoren, die Licht auf überraschende, motivische und historische Details der Grimmschen Märchen werfen.</p>
<p><div id="attachment_2320" class="wp-caption alignleft" style="width: 225px"><a href="http://www.literaturbuero-nordhessen.de/wp-content/uploads/2013/04/Verlag-Panorama.jpg" rel="attachment wp-att-2320"><img class="size-full wp-image-2320" title="Verlag-Panorama" src="http://www.literaturbuero-nordhessen.de/wp-content/uploads/2013/04/Verlag-Panorama.jpg" alt="" width="215" height="139" /></a><p class="wp-caption-text">Dorothea Martin und Simone Veenstra</p></div>
<p><strong>Gespräch mit den Verlegerinnen<br />Dienstag, 30. April, 19 Uhr</strong><br />Über das Verlagskonzept sprechen die beiden Verlegerinnen <strong>Dorothea Martin</strong> und <strong>Simone Veenstra </strong>im Rahmen der Ausstellungseröffnung am 30. April. Sie stellen den transmedialen Geschichtenkosmos vor, den sie um jedes ihrer Bücher kreieren und der von Lesern, Mitspielern, Literatur- und Kulturbegeisterten interaktiv entdeckt und mitgestaltet werden kann. Weitere Infos: <a href="http://www.das-wilde-dutzend.de ">www.das-wilde-dutzend.de </a></p>
<p><strong>Lesung mit Tamara Bach und Angelika Klüssendorf</strong><br /><strong> Samstag, 4. Mai, 19 Uhr</strong><br />Zu den Autorinnen der Märchen-Anthologie zählen Tamara Bach und Angelika Klüssendorf. <strong>Tamara Bach</strong> (Jg. 1976) wurde für ihren Roman &#8220;Marsmädchen&#8221; 2004 mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet. Ihr aktueller, bei Carlsen erschienener Roman &#8220;Was vom Sommer übrig ist&#8221; handelt von zwei Mädchen im Alter von 17 und 13 Jahren, die lernen müssen, auf ihre Eltern zu pfeifen. Das Buch sei „nicht nur ein Vergnügen für Leserinnen im Alter der Protagonistinnen, sondern berührt auch Erwachsene“ (Frankfurter Rundschau). <br /><strong></strong></p>
<p><div id="attachment_2337" class="wp-caption alignleft" style="width: 210px"><a href="http://www.literaturbuero-nordhessen.de/wp-content/uploads/2013/04/Autorinnen-Panorama.jpg" rel="attachment wp-att-2337"><img class="size-full wp-image-2337" title="Autorinnen-Panorama" src="http://www.literaturbuero-nordhessen.de/wp-content/uploads/2013/04/Autorinnen-Panorama.jpg" alt="" width="200" height="130" /></a><p class="wp-caption-text">Tamara Bach (Foto: Carlsen-Verlag) und Angelika Klüssendorf (Foto: Alex Reuter)</p></div>
<p><strong>Angelika Klüssendorf</strong> (Jg. 1958) veröffentlichte zuletzt den von der Kritik hoch gelobten Roman &#8220;Das Mädchen&#8221; (Kiepenheuer und Witsch) über eine verlorene Kindheit in der DDR. Die Zeit erkannte darin einen „der radikalsten und bewegendsten Adoleszenzromane deutscher Sprache“. Im Literaturbüro lesen die beiden Autorinnen ihre Märchenbeiträge in der Anthologie Wer kann für böse Träume und stellen darüber hinaus die erwähnten zuletzt erschienenen Bücher vor. <strong>Aus Krankheitsgründen muss die Teilnahme Angelika Klüssendorfs an der Lesung leider abgesagt werden!)</strong></p>
<p><strong>Eine Veranstaltung in der Reihe </strong><br /><strong>„Zwischen Pol und Äquator – Literatur in der Region“</strong><br />Mit freundlicher Unterstützung durch das Kulturamt der Stadt Kassel und das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst</p>
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		<title>Lese-Zeichen − was man in Büchern alles findet</title>
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		<pubDate>Mon, 25 Feb 2013 12:08:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>gebhardt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Archiv]]></category>

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		<description><![CDATA[Ausstellung: 13. März bis 26. April 2013. Antiquariat Winfried Jenior, Lassallestraße 15, 34119 Kassel .Eröffnung: Mittwoch, 13. März 2013, 20 Uhr &#8211; mit einer Lesung von Ingrid Mylo und Felix Hofmann Öffnungszeiten: Mo bis Fr 10 bis 13 und 15 &#8230; <a href="http://www.literaturbuero-nordhessen.de/lese-zeichen-%e2%88%92-was-man-in-buchern-alles-findet/">Mehr <span class="meta-nav">&#187;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://www.literaturbuero-nordhessen.de/wp-content/uploads/2013/02/Lesezeichen.jpg" rel="attachment wp-att-2250"><img class="alignleft size-full wp-image-2250" title="Lesezeichen" src="http://www.literaturbuero-nordhessen.de/wp-content/uploads/2013/02/Lesezeichen.jpg" alt="" width="388" height="517" /></a>Ausstellung:</strong> 13. März bis 26. April 2013. Antiquariat Winfried Jenior, Lassallestraße 15, 34119 Kassel .<br /><strong>Eröffnung:</strong> Mittwoch, 13. März 2013, 20 Uhr &#8211; mit einer Lesung von Ingrid Mylo und Felix Hofmann <br /><strong>Öffnungszeiten:</strong> Mo bis Fr 10 bis 13 und 15 bis 18 Uhr<br /><strong>Eintritt:</strong> frei <br /><strong><br />Eine Kooperation von Verlag Winfried Jenior und Literaturbüro Nordhessen</strong></p>
<p>&#8220;Warum soll man einen Dollar für ein Lesezeichen ausgeben, wenn man den Dollarschein genausogut als Lesezeichen verwenden kann?&#8221; − Stephen Spielbergs Bemerkung beweist, dass es sich lohnt, genauer hinzusehen. Antiquar Winfried Jenior hat über Jahre hinweg Lesezeichen gesammelt, die einen Querschnitt durch die Werbegrafik des 20. Jahrhunderts bilden.</p>
<p>Die Ausstellung versammelt unter anderem typografisch gestaltete Lesezeichen, Lesezeichen aus den Bereichen Politik, Natur, Religion, Lyrik, die in den verschiedensten Materialien, Papier, Holz, Metall, Kunststoff hergestellt wurden. Es finden sich Werbelesezeichen von Verlagen, Buchhandlungen, Antiquariaten und anderen Firmen. Fundstücke, die ursprünglich nicht als Lesezeichen gedacht sind etwa Glanzbilder, Heiligenbilder, getrocknete Pflanzen, Fotos, Postkarten, Kalenderblätter, Lebensmittelkarten oder Eintrittskarten. Auch ein Erpresserbrief fand sich in einem Buch.</p>
<p><div id="attachment_2251" class="wp-caption alignright" style="width: 210px"><a href="http://www.literaturbuero-nordhessen.de/wp-content/uploads/2013/02/I-mylo.jpeg" rel="attachment wp-att-2251"><img class="size-thumbnail wp-image-2251" title="Ingrid Mylo" src="http://www.literaturbuero-nordhessen.de/wp-content/uploads/2013/02/I-mylo-200x132.jpg" alt="" width="200" height="132" /></a><p class="wp-caption-text">Ingrid Mylo</p></div>
<p>Die Künstlerin <strong>Antje Siebrecht</strong> steuert Original-Lesezeichen bei, die sie extra für die Ausstellung anfertigte. Zur Eröffnung lesen <strong>Ingrid Mylo</strong> und <strong>Felix Hofmann</strong> aus ihren Texten. Zuletzt erschien von Ingrid Mylo der Gedichtband &#8220;Krähenspäne&#8221; (AQUINarte Presse).</p>
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		<title>&#8220;Wichtig ist doch, dass man immer das macht, was man wirklich gut kann!&#8221; &#8211; Gespräch mit Michael Fajgl vom Tic (WS 2012/13)</title>
		<link>http://www.literaturbuero-nordhessen.de/wichtig-ist-doch-dass-man-immer-das-macht-was-man-wirklich-gut-kann-gesprach-mit-michael-fajgl-vom-tic-ws-201213/</link>
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		<pubDate>Mon, 11 Feb 2013 21:55:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>gebhardt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Literaturbüro und Uni KS]]></category>
		<category><![CDATA[Institut für Germanistik]]></category>
		<category><![CDATA[Kassel]]></category>
		<category><![CDATA[Kulturszene]]></category>
		<category><![CDATA[Theater im Centrum]]></category>
		<category><![CDATA[Tic]]></category>
		<category><![CDATA[Universität Kassel]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Sänger und Schauspieler Michael Fajgel wurde in Hannover geboren. Sein Talent stellt er bevorzugt in Musicals unter Beweis. Im Mai 2003 eröffnete Fajgel das beliebte Musicaltheater Theater im Centrum (kurz: tic) in der Nähe des Kasseler Kulturbahnhofs und leitet &#8230; <a href="http://www.literaturbuero-nordhessen.de/wichtig-ist-doch-dass-man-immer-das-macht-was-man-wirklich-gut-kann-gesprach-mit-michael-fajgl-vom-tic-ws-201213/">Mehr <span class="meta-nav">&#187;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><div id="attachment_2218" class="wp-caption alignleft" style="width: 380px"><a href="http://www.literaturbuero-nordhessen.de/wp-content/uploads/2013/02/Foto-Michael-Fajgel.jpg" rel="attachment wp-att-2218"><img class="size-full wp-image-2218" title="Foto Michael Fajgel" src="http://www.literaturbuero-nordhessen.de/wp-content/uploads/2013/02/Foto-Michael-Fajgel.jpg" alt="" width="370" height="592" /></a><p class="wp-caption-text">Michael Fajgel, Foto: Müller</p></div>
<p><em>Der Sänger und Schauspieler Michael Fajgel wurde in Hannover geboren. Sein Talent stellt er bevorzugt in Musicals unter Beweis. Im Mai 2003 eröffnete Fajgel das beliebte Musicaltheater Theater im Centrum (kurz: tic) in der Nähe des Kasseler Kulturbahnhofs und leitet es seitdem erfolgreich. Ich treffe mich mit ihm im Tic auf eine Tasse Kaffee, wobei er mir kurzerhand das „Du“ anbietet.</em></p>
<p><strong>Von Janina Müller</strong></p>
<p><strong>Wie waren die Anfänge des Tic für dich? War es schwer, sich einen Namen zu machen?</strong><br />Es war natürlich ein relativ hohes Risiko, als wir angefangen haben. Viele Leute haben mir davon abgeraten und meinten, in der jetzigen Zeit etwas in Richtung Kunst und Theater aufzuziehen, würde schwierig werden. Aber ich habe mich nicht davon abhalten lassen. Wichtig ist doch, dass man immer das macht, was man wirklich gut kann!<br />Das erste Stück lief ganz gut an, natürlich weil die Leute erstmal gucken wollten: Was ist das? Was ist da los? Und dann wurden wir mit dem nächsten Stück wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Da hatten wir teilweise nur zehn bis 17 Besucher oder mussten ganz absagen. Aber ab dem vierten Jahr hat sich das Ganze dann getragen.</p>
<p><strong>Woher kam die Idee, in deinem Theater bekannte Musicals neu zu inszenieren?</strong><br />Das kommt daher, dass ich auch seit 1986 selber in Musicals gespielt habe. Mir war klar, dass es irgendwann mal funktionieren würde, da es hier in Kassel kein so ein großes Angebot gibt. Wir haben viele eigene Stücke geschrieben, z. B. <em>Lonely Hartz Club</em>, ein Stück, das auf dem Arbeitsamt spielte als Hartz IV eingeführt wurde. Aber dann gibt’s so viele schöne Filme wie <em>Sister Act</em>, die man benutzen und umschreiben kann und das funktioniert. Also haben wir uns da teilweise ein bisschen bedient.</p>
<p><strong>War es schon als Kind immer dein Traum, Schauspieler und Sänger zu werden?</strong><br />Also Sänger wollte ich gerne werden, wie man so als Kind eben ist&#8230; Man probt vor dem Spiegel, singt in der Klasse oder vor der Schule und dann mit 16 habe ich angefangen in Bands zu spielen. Mit den Bands hätte ich wahrscheinlich heute noch keine Mark verdient und so kam ich zum Musical, wo ich beides, das Schauspielern und das Singen, verbinden konnte. Also habe ich bei <em>Jesus Christ Superstar</em> vorgesungen.</p>
<p><strong>Hast du Gesang und Schauspiel studiert?</strong><br />Ich hatte viele Jahre Gesangsunterricht, dann bin ich auf eine Tanzschule gegangen und habe auch privaten Schauspielunterricht genommen. Auf einer richtigen Schauspielschule war ich aber nie. Dafür war ich dann auch schon zu alt.</p>
<p><strong>Spielst du auch ein Musikinstrument?</strong><br />Ich habe viele Jahre Schlagzeug gespielt. Ich spiele ein bisschen Gitarre und Klavier kann ich ein bisschen mit Noten, aber nicht so gut. Wir könnten uns jetzt ans Lagerfeuer setzen und ich könnte dir was vorsingen &#8211; dafür würde es noch reichen (grinst).</p>
<p><strong>Welchen Musical-Star würdest du am liebsten einmal als Stargast in das Tic einladen?</strong><br />Mhhh. Ich denke Gene Kelly, aber der ist leider schon tot.</p>
<p><strong>Was ist deine größte Angst als Schauspieler?</strong><br />Eine davon ist sogar schon eingetreten. Da war ich zu Hause und abends kam ein Anruf vom Theater, wo ich denn bleiben würde. Ich bin dann mit 100 Sachen die Willi–Allee hochgefahren, und als ich dann ankam, hatten sie das Stück schon unterbrochen. Der Vorhang ging schließlich wieder auf und wir spielten ab meinem Einsatz einfach weiter. Da hab ich natürlich böse, böse Blicke von vielen Menschen bekommen, ungefähr so (macht ein ziemlich böses Gesicht). Danach hatte ich dann wochenlang Angst.<br />Meine zweite Angst habe ich oft geträumt: Ich bin im Theater und finde den Weg zur Bühne nicht und dann stehe ich plötzlich auf der Bühne und kann meinen Text nicht. Auch das kommt vor, dass man den Text vergisst. Dann heißt es natürlich improvisieren (schmunzelt). <br />Und die dritte vielleicht noch: Dass ich den Einsatz beim Singen mit einem Orchester total vergeige.</p>
<p><strong>Nach einer gelungenen Premiere, was gibt es da eher, Sekt oder Bier?</strong><br />Beides. Also natürlich wird erstmal angestoßen mit Sekt, logisch. Aber wenn wir dann langsam den Abend einläuten gibt`s dann auch andere Getränke. Spirituosenhaltige Getränke und natürlich auch Bier. (grinst)</p>
<p><strong>Wenn du drei Stücke wählen könntest, welche würdest du am liebsten inszenieren?</strong><br />Drei? Also ich habe mal <em>West Side Story</em> gespielt. Das ist eins meiner Lieblingsstücke. Ich hab das mit großem Orchester gespielt und das ist einfach was ganz anderes als mit einer kleinen Popelband.<br /> Ansonsten würde ich wahrscheinlich <em>Jesus Christ Superstar</em> mit kleiner Besetzung inszenieren, mich also ganz auf die Geschichte konzentrieren.<br />Und als drittes irgendein Stück, das es noch nicht gibt.</p>
<p><strong>Beschreib&#8217; doch bitte einmal das tic in 3 aussagekräftigen Schlagwörtern</strong>.<br />Erfrischend, unterhaltsam (überlegt kurz) und anspruchsvoll</p>
<p><strong>Viele Menschen schätzen die Atmosphäre im Tic. Wie würdest du diese beschreiben?</strong><br />Naja. Es gibt auch Leute, die Probleme damit haben. Wenn du in der ersten Reihe sitzt und etwas übertrieben vielleicht den Schweiß der Schauspieler auf den Schoß kriegst (grinst), das kann nicht jeder gut ab. Aber nagut, dann setzt man sich das nächste mal eben woanders hin.</p>
<p><strong>Und noch eine typische Frage zum Abschluss: Wo siehst du das Tic in zehn Jahren?</strong><br />Das hängt natürlich viel von mir selbst ab. Aber ich sehe es nach wie vor hier, und ich sehe es qualitativ noch besser! Insgesamt wird man noch mehr spüren, dass es zu Recht gutes Theater ist und es wird professioneller sein. Wir werden hoffentlich auch nach wir vor gute Ideen haben für Stücke, die wir spielen können.</p>
<p><a href="https://www.theaterimcentrum.de/">Homepage des Tic</a></p>
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		<title>&#8220;Die Geschichte lebt&#8221; &#8211; Gespräch mit der Erzählkünstlerin Kirsten Stein (WS 2012/13)</title>
		<link>http://www.literaturbuero-nordhessen.de/die-geschichte-lebt-gespach-mit-der-marchenerzahlerin-kirsten-stein-ws-201213/</link>
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		<pubDate>Mon, 11 Feb 2013 21:22:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>gebhardt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Literaturbüro und Uni KS]]></category>
		<category><![CDATA[Institut für Germanistik]]></category>
		<category><![CDATA[Kassel]]></category>
		<category><![CDATA[Kulturszene]]></category>
		<category><![CDATA[Universität Kassel]]></category>

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		<description><![CDATA[Kirsten Stein ist Erzählkünstlerin  und freischaffende Künstlerin: ein inspirierendes Gespräch mit einer Frau voller Pläne, über ihre ungewöhnliche Berufswahl und die Aufgabe des Märchenerzählers. Von Sarah Capell Wie sind Sie zu Ihrem Beruf als Erzählkünstlerin gekommen?Ich habe schon immer Geschichten &#8230; <a href="http://www.literaturbuero-nordhessen.de/die-geschichte-lebt-gespach-mit-der-marchenerzahlerin-kirsten-stein-ws-201213/">Mehr <span class="meta-nav">&#187;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><div id="attachment_2199" class="wp-caption alignright" style="width: 380px"><a href="http://www.literaturbuero-nordhessen.de/wp-content/uploads/2013/02/Kirsten-Stein.jpg" rel="attachment wp-att-2199"><img class="size-full wp-image-2199" title="Kirsten Stein" src="http://www.literaturbuero-nordhessen.de/wp-content/uploads/2013/02/Kirsten-Stein.jpg" alt="" width="370" height="462" /></a><p class="wp-caption-text">Kirsten Stein, Foto: Capell</p></div>
<p><em>Kirsten Stein ist Erzählkünstlerin  und freischaffende Künstlerin: ein inspirierendes Gespräch mit einer Frau voller Pläne, über ihre ungewöhnliche Berufswahl und die Aufgabe des Märchenerzählers.</em></p>
<p><strong>Von Sarah Capell</strong></p>
<p><strong>Wie sind Sie zu Ihrem Beruf als Erzählkünstlerin gekommen?</strong><br />Ich habe schon immer Geschichten erzählt, das gehörte zu mir. Vor Jahren habe ich angefangen einen Waldkindergarten aufzubauen. Freitags gab es dort immer ein Kartoffelfeuer, zu dem auch ein alter Jäger kam. Der kannte zwei Geschichten der Brüder Grimm, die er uns immer erzählt hat. Das hat mich zum Nachdenken gebracht, darüber, dass diese alte Tradition des Erzählens schön ist, aber verloren zu gehen droht. Dann habe ich angefangen den Kindern z.B. Naturgeschichten und Märchen zu erzählen. Ich habe eine Ausbildung bei einer großartigen Erzählerin gemacht: Jana Raile aus Hannover. Nachdem ich noch eine zeitlang im Kindergarten gearbeitet habe, musste ich feststellen, dass man seiner Berufung folgen muss. Das war eine mutige Entscheidung, denn ich hatte anfangs nicht viele Aufträge als Erzählerin und wusste nicht, wie ich davon leben sollte. Es wird aber immer besser, ich hatte schon viele Aufträge, bei denen viele hundert Zuhörer waren. Und ich bekomme sehr positive Rückmeldungen von den Leuten. So werde ich von Jahr zu Jahr bekannter, das ist natürlich gut. (lacht)</p>
<p><strong>Sie sind Märchenerzählerin und freischaffende Künstlerin. Wo besteht für sie die Verbindung zwischen Märchen und Kunst?</strong><br />Grundsätzlich ist Erzählen an sich schon eine Kunst. Ein guter Erzähler schafft es, in seinen Zuhörern Bilder entstehen zu lassen. Diese Kunst sieht man nicht im Außen oder kann sie ausstellen. Wenn die Menschen nach einem Vortrag nach Hause gehen, nimmt jeder Einzelne ein anderes Kunstwerk mit. Das finde ich so faszinierend: Man kann mit Erzählen in jedem Einzelnen etwas anderes anrühren und den Leuten Impulse für ihr Leben geben. Die Geschichte lebt. Ich liebe es außerdem sehr, Sinneserfahrungen mit Skulpturen zu verknüpfen oder Gebilde zu schaffen, die nicht nur schön aussehen, sondern die man irgendwie nutzen kann und wenn es nur zum Spiel ist. Seit einiger Zeit dann eben auch in Verknüpfung mit Märchen. Ich bin ja noch nicht sehr lang hauptberufliche Erzählerin. Dabei verknüpfe ich z.B. gern das Märchenerzählen mit anderen Kunstformen, wie Tanzen oder Musik. Ich habe etwa zwei Tänzerinnen kennengelernt, die im Sommer mit mir auf der Freilichtbühne in Gudensberg ein Grimm-Märchenprogramm machen. Ich freu mich sehr drauf. Programme, bei denen man verschiedene Kunstformen miteinander verknüpfen kann, finde ich gut.</p>
<p><strong>Glauben Sie an Wunder, wie sie im Märchen geschehen?</strong><br />Ja, während meiner Erzählausbildung hatte ich so etwas wie ein Burnout. Ich bin lebensbedrohlich krank geworden. Eigentlich hätte ich die Ausbildung abbrechen müssen. Aber wenn ich mich für etwas entschieden habe, dann ziehe ich das auch durch. Und dann habe ich, als ich mit meiner Lehrerin am Erzählen einer Stelle im Märchen <em>Schneeweißchen und Rosenrot</em> gefeilt habe, einen großen Durchbruch gehabt. Ich habe durch das Erzählen einer emotional  aufgeladenen Stelle eine sehr große körperliche Kraft verspürt. Danach bin ich gesund geworden. Das war für mich ein Wunder. Später dachte ich: Wir als Erzähler haben eine Verantwortung, wir müssen wissen, was wir tun. Wir müssen Geschichten so erzählen, dass jeder Mensch etwas darin findet, das ihn stärkt. Das was die Geschichte ausmacht, nicht was wir in der Geschichte sehen wollen. Geschichten berühren Menschen tief in ihrem Inneren. Das hat nicht direkt mit mir als Erzähler zu tun, ich bin nur der Vermittler. Diese Kraft steckt eigentlich in der Geschichte. Märchen lehren uns, dass man nie aufgeben darf, dass man sich diesen Prüfungen, die uns allen im Leben begegnen stellen muss. Und dass man die Rettungsanker, die einem gereicht werden, auch ergreift. Dann glaube ich, können viele Wunder geschehen.</p>
<p><strong>Der Beruf des Märchenerzählers ist heutzutage kaum noch bekannt. Verschwinden auch die Märchen?</strong><br />Ich denke, wir waren kurz davor, aber es lebt gerade wieder auf. Es gibt noch viel Arbeit, den Menschen die Märchen wieder näher zu bringen, aber ich merke auch, dass die Menschen wieder mehr nach Dingen suchen, die sie erfüllen. Die Geschichten werfen uns auf uns selber zurück. Wir ruhen in uns, wenn wir sie hören. Menschen finden durchs Erzählen ihre innere Mitte. Und ich denke, darum lebt das Märchen wieder auf. Die Leute, die bei mir waren, kommen wieder.</p>
<p><strong>Gibt es das Happy End auch im wahren Leben?</strong><br />Ja. Nicht nur eins. Wir kennen es aus den Märchen: Anfangs gibt es einen Mangel, man macht sich auf den Weg, es gibt die Prüfung und dann gibt es die Hochzeit, das Happy End. Wenn wir ein Märchen hören, denken wir damit ist es abgeschlossen. Aber das ist es nicht für das Leben der Helden, es ist lediglich ein abgeschlossener Prozess. Danach geht es weiter und dann kommen der nächste Mangel und der nächste Weg. So ist es auch bei uns, wir haben im Leben viele Happy Ends, eins nach dem anderen.</p>
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		<title>&#8220;Es ist mir wichtig, diese Dinge auf Papier zu bringen&#8221; &#8211; Interview mit dem Autor Alejandro Tilán (WS 2012/13)</title>
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		<pubDate>Mon, 11 Feb 2013 20:57:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>gebhardt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Autor Alejandro Tilán, 48, verheiratet, und Vater von zwei Kindern, geboren in der Kleinstadt Khorramshahr im Süden Irans, wohnt seit 1993 in Kassel. Er verdient sich seinen Lebensunterhalt neben seiner Tätigkeit als Schriftsteller, als Tanzlehrer und gelegentlich als Taxifahrer. &#8230; <a href="http://www.literaturbuero-nordhessen.de/es-ist-mir-wichtig-diese-dinge-auf-papier-zu-bringen-ein-interview-mit-dem-autor-alejandro-tilan/">Mehr <span class="meta-nav">&#187;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><div id="attachment_2190" class="wp-caption alignleft" style="width: 380px"><a href="http://www.literaturbuero-nordhessen.de/wp-content/uploads/2013/02/P1020189.jpg" rel="attachment wp-att-2190"><img class="size-full wp-image-2190" title="P1020189" src="http://www.literaturbuero-nordhessen.de/wp-content/uploads/2013/02/P1020189.jpg" alt="" width="370" height="611" /></a><p class="wp-caption-text">Alejandro Tilán, Foto: Paul Marohn</p></div>
<p><em>Der Autor Alejandro Tilán, 48, verheiratet, und Vater von zwei Kindern, geboren in der Kleinstadt Khorramshahr im Süden Irans, wohnt seit 1993 in Kassel. Er verdient sich seinen Lebensunterhalt neben seiner Tätigkeit als Schriftsteller, als Tanzlehrer und gelegentlich als Taxifahrer. Im Interview spricht er sowohl über seine bewegte Vergangenheit als auch über sein literarisches Schaffen.</em><br /><em><strong><br />Von Paul Marohn</strong></em></p>
<p><strong>Warum mussten Sie im Alter von 22 Jahren ihre Heimat verlassen?</strong><br />Ich habe den Iran aus politischen Gründen verlassen müssen. Ich war in einer marxistischen Organisation aktiv, und war deswegen mehrere Male im Gefängnis. Als ich nach meiner letzten Haft rausgekommen bin, musste ich mich entscheiden, ob ich so weitermachen will wie bisher, oder etwas ändere. Ich hatte die Wahl entweder ein weiteres Mal im Gefängnis zu landen und dann nicht mehr rauszukommen bzw. gefoltert oder gar hingerichtet zu werden oder meine Haut zu retten. Wie Sie vielleicht in meinem Romanauszug gelesen haben, ging es damals um meinen inneren Konflikt, entweder dableiben oder weggehen.</p>
<p><strong>Das heißt also, dass Ihre Person und die Romanfigur des Maxim, in dem  Roman <em>Entscheidung an der Grenze</em> deckungsgleich sind (da auch Maxim, 22, aus Angst vor politischer Verfolgung sein Heimatland den Iran verlassen will)?</strong><br />Im Prinzip ja. Meine Geschichte wird nicht eins zu eins übernommen, ein bisschen Fiktion ist schon mit dabei, aber zu ca. 85 Prozent ist es meine eigene Geschichte. Es ist allerdings auch zu einem gewissen Teil die Geschichte anderer Flüchtlinge, die ähnliches erlebt haben und das habe ich versucht in diesem Buch zusammenzubringen.</p>
<p><strong>Wie lange leben Sie schon in Deutschland bzw. in Kassel und warum haben Sie sich für diesen Ort entschieden?</strong><br />Ich bin seit über 26 Jahren in Deutschland. Über die Länder Türkei, Bulgarien und Rumänien bin ich dann nach Ostberlin gekommen. Dort wurden Flüchtlinge aus verschiedenen Ländern versammelt, in Busse verfrachtet und nach Westberlin gefahren. Als ich dort ankam, hatte ich einerseits keine finanziellen Mittel mehr weiterzureisen. Andererseits fühlte ich mich auch erst in Deutschland sicher. Nach Kassel bin ich dann gezogen, als ich in Arolsen die Chance bekommen hatte, eine weiterführende Schule zu besuchen und da ich studieren wollte, sah ich das als eine gute Gelegenheit. Außerdem lebte damals meine Freundin hier.</p>
<p><strong>Sie haben jetzt die Chance, Werbung für sich zu machen. Warum sollte man Ihre Bücher, wenn sie verlegt werden, kaufen?</strong><br />Die Bücher, die ich schreibe, handeln einerseits von Flüchtlingen, von Immigranten, die versuchen, sich in ihrem neuen Leben zurechtzufinden, bzw. ihr altes Leben zu verarbeiten. Andererseits geht es mir auch darum, Themen, vor allem im Bezug auf den Iran, über die wenig in die Öffentlichkeit dringt, auszusprechen. Der Informationsfluss wird dort nämlich sehr stark gefiltert. Von daher ist es mir wichtig, diese Dinge auf Papier zu bringen. <br />Die Frage an sich ist nicht leicht zu beantworten, denn wenn ich schreibe, geht es mir  vor allem darum, meine Gedanken festzuhalten. Die Frage, warum jemand das lesen sollte, die kommt erst ziemlich weit hinten.</p>
<p><strong>Es geht Ihnen demnach vor allem darum, sich selbst auszudrücken, und gewisse Dinge auszusprechen?</strong><br />Ja, denn es gibt eben bestimmte Themen die nicht ausgesprochen werden, z.B. das Thema Ehrenmord. Ehrenmorde finden auch im Iran statt, sind allerdings im Alltag tabuisiert und ich finde, dass jeder ein Recht darauf hat, mehr über dieses Thema zu erfahren, besonders die Frauen, die im Iran nicht das recht haben, sich selbst zu artikulieren.</p>
<p><strong>Was inspiriert Sie, abgesehen von Ihrer Vergangenheit, beim Schreiben?</strong><br />Wenn ich schreibe, gehe ich meistens ins Café. Dort ziehe ich allein aus der Umgebung Inspiration. Der Prozess abgelenkt zu werden und das erneute Fokussieren auf das Schreiben hilft mir durch die ständige Reflexion über das was geschrieben wurde genauso wie das Beobachten der Menschen in verschieden Situationen.</p>
<p><strong>Sie besitzen mit 48 eine gewisse Lebenserfahrung. Was würden Sie in Ihrem bisherigen Leben als Ihren größten Erfolg bezeichnen?</strong><br />Für mich persönlich gibt es keinen einzelnen größten Erfolg. Es sind vielmehr einzelne kleine Erfolge, die wichtig sind im Leben. Die Flucht aus dem Iran und Ihr neues Leben in Deutschland würden Sie nicht als einen Erfolg bezeichnen?<br />Nein, nicht als Erfolg, sondern eher als Glück. Ich hatte Glück hier aufgenommen zu werden. Viele andere haben das auch versucht, doch sie hatten nicht soviel Glück wie ich. Es sind die kleinen Schritte, die mich geformt haben, einen einzelnen größten Erfolg kann ich nicht auf ein einzelnes Momentum fixieren.</p>
<p><strong>Vielen Dank für das Gespräch.</strong></p>
<p><a href="http://www.tilán.com">Homepage von Alejandro Tilán </a></p>
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		<title>&#8220;Wir wollen eine Subkultur sein!“ &#8211; k19-Mitarbeiter Andreas Sonntag über den ganz normalen Wahnsinn in dem Kasseler Studentenclub (WS 2012/13)</title>
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		<pubDate>Mon, 11 Feb 2013 20:39:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>gebhardt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ein Interview mit Andreas Sonntag (28) aus Kassel, der einen kleinen Einblick gibt, was hinter den Kulissen des beliebten Kulturzentrums und Studentenclubs K19 los ist. Von Denise Schäfer Guten Tag Andreas, schön, dass du dir die Zeit für dieses Interview &#8230; <a href="http://www.literaturbuero-nordhessen.de/wir-wollen-eine-subkultur-sein-k19-mitarbeiter-andreas-sonntag-uber-den-ganz-normalen-wahnsinn-in-dem-kasseler-studentenclub-ws-201213/">Mehr <span class="meta-nav">&#187;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.literaturbuero-nordhessen.de/wp-content/uploads/2013/02/Foto02271-e1360615062186.jpg" rel="attachment wp-att-2173"><img class="alignleft size-full wp-image-2173" title="Foto0227" src="http://www.literaturbuero-nordhessen.de/wp-content/uploads/2013/02/Foto02271-e1360615062186.jpg" alt="" width="370" height="632" /></a><em>Ein Interview mit Andreas Sonntag (28) aus Kassel, der einen kleinen Einblick gibt, </em><br /><em>was hinter den Kulissen des beliebten Kulturzentrums und Studentenclubs </em><br /><em>K19 los ist.</em></p>
<p><strong>Von Denise Schäfer</strong></p>
<p><strong>Guten Tag Andreas, schön, dass du dir die Zeit für dieses Interview genommen hast.</strong><br />Nichts zu danken, „der Bademeister“ erzählt dir gern mehr über das k19  (er grinst)</p>
<p><strong>Einen Moment, warum nennt man dich denn den &#8220;Bademeister“?</strong>  <strong>Das k19 sieht mir nicht nach einem Schwimmbad aus?“</strong><br />(Lacht) das kommt daher, weil ich seit 2005 Rettungsschwimmer in einem Schwimmbad in Paderborn bin, allerdings ist das ein Studentenjob, dies hier ist meine Hauptbeschäftigung. Ich bin eine Zeit lang auch regelmäßig professionell in der 2. Schwimmliga geschwommen. Beides hat sich so herumgesprochen und nun werde ich hier so genannt. Oft stelle ich mich den Leuten auch genauso vor, was immer zu lustigen Reaktionen führt.</p>
<p><strong>Seit wann bist du denn hier beschäftigt, scheint dir ja super gut zu gefallen im k19?</strong><br />Ich und die anderen Mitarbeiter, Florian Tennstedt und Fabricius Clavee sind seit März 2012 Mitglieder der durch die Studierendenschaft gewählten Vertretung (AStA). Es ist also eine Wahlentscheidung, wer hier für eine Amtsperiode arbeitet. <br />Es ist derzeit sogar meine zweite Amtszeit und mit 60-70 Stunden pro Woche ein sehr anstrengender Job. Da wir aber alle selbst Musiker sind und die Musik immer um uns herum haben, passt das gut zusammen und ohne diese Leidenschaft für Musik kannst du hier auch nicht arbeiten, meiner Meinung nach.</p>
<p><strong>Wo es Musik gibt, sind ja auch die Partys nicht weit, gerade bei so vielen jungen Studenten. Ich frage mich oft, wenn ich wieder so ein Plakat von euch sehe, wie ihr denn immer auf diese unterschiedlichen Mottopartys kommt?</strong><br />Zunächst einmal muss ich dazu sagen, dass die Studierendenschaft, die den AStA wählt, ähnlich dem deutschen Bundestag, nur eben Uni-intern, bei weitem nicht alle Veranstaltungen selber durchführt. <br />Wir haben hier daher oft Fremdveranstaltungen und Vermietungen, vor allem auch mal von Fachbereichen der Uni Kassel, welche ihre Ideen zu uns tragen. <br />Mittwochs nach unserer Sprechstunde sitzen wir dann abends zusammen und beraten, was wir mit in unser Programm nehmen. Viele Lesungen und kulturelle Veranstaltungen wären nicht möglich ohne unsere Partys und auch das Preisniveau wäre ansonsten höher.</p>
<p><strong>Da muss ich dich jetzt aber mal fragen, was für Veranstaltungen du als deine persönlichen Favoriten bezeichnen würdest?</strong><br />Welch eine gemeine Frage, oh je, da muss ich erst mal überlegen, was ich da antworte (lacht)! Demnächst zeigen wir &#8220;Dota&#8221; in Zusammenarbeit mit dem Schlachthof. Unsere Partys mag ich auch gerne, aber mein absoluter Favorit sind eigentlich Kabarettveranstaltungen. Diese werden uns dann aber leider meist vorher vom Kulturzelt weggeschnappt.</p>
<p><strong>Wie gemein, gibt es Veranstaltungen, die so richtig danebengegangen sind?</strong><br />Ja, wenn du da sitzt und keiner kommt (jetzt müssen wir beide lachen), ansonsten gab es bisher so gut wie nix auszusetzen an unseren Abenden im K-19. <br />Wir brauchen weder Türsteher, noch beschwert sich jemand über die bewusst alternativ gehaltenen Räumlichkeiten. Im Gegenteil, ich erlebe es sehr oft, dass neugierige Leute vorbeischauen, die hier noch nie waren. Nach ein paar Wochen sieht man sie dann öfter und ich sehe das als positives Feedback. Wir sind eben kein Schicki-Micki Club, wir vertreten nicht nur das Image, sondern wir wollen sogar eine Art Subkultur sein.</p>
<p><strong>Wo wir doch gerade bei dem Thema Gäste sind, wie würdest du denn mit fünf Wörtern den für dich perfekten Gast beschreiben?</strong><br />Äh… (er überlegt sichtbar) also erst mal friedlich, entspannt und dann natürlich trinkfreudig (lacht laut). So sieht glücklicherweise unser Durchschnittsgast aus und wir sind mit allen Gästen bis jetzt zufrieden gewesen.</p>
<p><strong>Na dann wünsche ich euch, dass es so bleibt und bedanke für mich für das Interview.</strong><br />Gleichfalls, trotzdem wird am 28. Februar 2013 für unser Team Schluss sein mit der Arbeit im k19, da dürfen dann unsere Nachfolger ran (grinst).</p>
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		<title>&#8220;Was fürs Hirn, was für&#8217;n Magen und was für die Sinne“ &#8211; Gespräch mit den Betreibern des Café Buch-Oase über Kaffee, Bücher und Oase (WS 2012/13)</title>
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		<pubDate>Mon, 11 Feb 2013 20:05:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>gebhardt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Dana Al Najem:  Betreiberin des Café Buch-Oase mit palästinensischenWurzeln. Jörg:  Kasseläner aus Rothenditmold mit der Leidenschaft zu Büchern. Der Kaffee:  Fair gehandelt, biologisch, von aufständischen Bauern aus Chiapas, Mexiko. Die Bücher: Eine umfangreiche Arbeiterbibliothek zu den Schwerpunktthemen Geschichte, Politik- und &#8230; <a href="http://www.literaturbuero-nordhessen.de/was-furs-hirn-was-furn-magen-und-was-fur-die-sinne-gesprach-mit-den-betreibern-des-cafe-buch-oase-uber-kaffee-bucher-und-oase/">Mehr <span class="meta-nav">&#187;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<ul>
<li>
<div id="attachment_2159" class="wp-caption alignright" style="width: 380px"><a href="http://www.literaturbuero-nordhessen.de/wp-content/uploads/2013/02/Dana-Al-Najem-800-e1360618048134.jpg" rel="attachment wp-att-2159"><img class="size-full wp-image-2159" title="Dana Al Najem-800" src="http://www.literaturbuero-nordhessen.de/wp-content/uploads/2013/02/Dana-Al-Najem-800-e1360618048134.jpg" alt="" width="370" height="471" /></a><p class="wp-caption-text">Dana-Al-Najem, Foto: Treder</p></div><em><em>Dana Al Najem:  Betreiberin des Café Buch-Oase mit palästinensischen</em></em><br /><em>Wurzeln.</em></li>
<li><em>Jörg:  Kasseläner aus Rothenditmold mit der Leidenschaft zu Büchern.</em></li>
<li><em>Der Kaffee:  Fair gehandelt, biologisch, von aufständischen Bauern aus Chiapas, Mexiko.</em></li>
<li><em>Die Bücher: Eine umfangreiche Arbeiterbibliothek zu den Schwerpunktthemen Geschichte, Politik- und Gesellschafts-wissenschaft, Literaturwissenschaft und Kunstgeschichte mit insgesamt über 20.000 Titeln.</em></li>
<li><em>Die Oase:  Ein Ort zum Wohlfühlen</em></li>
</ul>
<p><strong>Von Katharina Treder</strong></p>
<p><strong>Café, Bücher oder Kulturveranstaltungen? Wo liegt Euer Schwerpunkt?</strong><br />Jörg:  Das Café Buch-Oase ist entstanden durch die Büchersammlung. Sie ist das Motiv für unser Kulturprojekt.<br />Dana:  Durch zwei Ideen: Kulturvermittlung durch Bücher und das Schaffen eines multikulturellen Begegnungszentrums in Kassels Vorderem Westen.<br />Jörg:  Es ist ein Projekt und die Jugend soll&#8217; s sich erobern. Sag der Jugend Bescheid!</p>
<p><strong>Was meinst du mit erobern?</strong><br />Jörg:  Du weißt, dass hier Bücher sind. Wenn du zum Beispiel in deiner Studienzeit Fragen zu bestimmten Themen hast, kannst du kommen und sagen: &#8220;Ich such was dazu.&#8221; Und ich mach mir dann Gedanken, wie kann ich dir dabei helfen.<br />Ich sag&#8217; unseren Gästen immer, denkt daran, es ist kein Selbstlauf. Am besten ist natürlich, wenn jemand hilft oder wenn du eine Patenschaft übernimmst. Das ist so mein Ziel. Du hast Spaß an Literaturwissenschaften, dann betreust du den Bereich. Guckst einmal die Woche, dass die Bücher ordentlich stehen und alle erfasst sind. Dein Kommilitone macht das mit dem Bereich Geschichte und so weiter. So denke ich mir, kann man die Bibliothek zum Laufen bringen. Das ist kein großer Aufwand und man gewinnt Einblick, wäre Spezialist in dem Bereich. Es wäre dann selbst organisierte Kulturarbeit.</p>
<p><strong>Und wo kommen die vielen Bücher her?</strong><br />Jörg:  Die habe ich über Jahrzehnte gesammelt. Die kommen quasi aus Rothenditmold, wo ich aufgewachsen bin und zuletzt 20 Jahre gelebt habe.</p>
<p><strong>Was bedeutet Buch-Oase?</strong><br />Dana:  Ein Platz zum Ausruhen.<br />Jörg:  Es ist ein Café, es gibt Bücher und es ist eine Oase. Die Oase kannst du im Hinterhof sehen, in den Naturfarben der Räume. Eine Kombination aus Naturbelassenheit, zum Teil fair gehandelter, biologischer Verpflegung, interessanter Literatur. Was fürs Hirn, was für&#8217;n Magen und was für die Sinne (lacht). Es ist für alle etwas dabei. Und natürlich für Menschen, die sich mit den Themen dieser Zeit auseinandersetzen &#8211; für Arbeiter, Akademiker und vor allem für die Jugend, eben deshalb der Name: Volksbücherei-International im Café Buch-Oase.</p>
<p><strong>Steht ihr programmatisch hinter all euren Veranstaltungen?</strong><br />Dana:  Es gibt Veranstaltungen, da sind wir dabei und andere, da stellen wir nur unsere Räume zur Verfügung<br />Jörg:  Wir selbst veranstalten zum Beispiel Kunstausstellungen.<br />Der Vorteil für alle, die bei uns Kulturveranstaltungen machen wollen ist, dass sie durch uns mehr als 2.000 Menschen per Mail erreichen. Wir kümmern uns um die Rahmenbedingungen der Veranstaltungen.</p>
<p><strong>Was würdet ihr gerne noch veranstalten?</strong><br />Dana:  Wir würden gern noch mehr Künstler zeigen, auch internationale, aber das hapert häufig am Finanziellen. Die Transporte der Kunstwerke sind oft nicht so einfach. Früher gab&#8217; s hier eine Gruppe von Studenten, die ganz tolle Poetry Slams organisiert hat. Mit vielen Profi-Slammern. Die Studenten sind leider weggezogen, aber wir würden uns freuen, wenn es neue junge Leute gäbe, die so was wieder bei uns organisieren!</p>
<p><strong>Wie würdet ihr eure Gäste beschreiben?</strong><br />Jörg:  Es gibt viele Zufallsgäste, so wie dich (lacht). <br />Dana: Damals, als wir aufgemacht haben, im Oktober 2005, waren wir das einzige Nichtraucher-Café. Wir hatten sehr viele Gäste, viele Mütter mit Kindern. Seit dem Rauchverbot haben sich die Besucher mehr verteilt und gehen in zentraler gelegene Cafés. Wir machen auch kaum Werbung. Daher kennen uns viele Leute noch nicht. Für neue Gäste organisieren wir oft eine persönliche Führung durch das Kulturprojekt.<br />Jörg:  Wir machen das falsche Marketing, wir machen nämlich gar keins.<br />Dana:  Ich weiß nicht warum, aber es kommen am meisten Frauen zu uns. Ca. 70% unserer Gäste. Ich glaube, sie fühlen sich bei uns wohl. Die Leute können bei uns sitzen bleiben, so lange sie wollen und werden nicht alle paar Minuten nach einer Bestellung gefragt. Wir freuen uns auch sehr über junge Leute, die zu uns kommen. <br />Viele sagen, wenn sie zu uns kommen, man würde sofort merken, dass die Buch-Oase nicht so ist, wie andere Läden.</p>
<p><strong>Und wie läuft&#8217;s?</strong><br />Jörg:  Wir können davon nicht leben. Das Problem ist auch, dass wir kaum Unterstützung von der Stadt haben. Wir hatten mal den Vorschlag gemacht, als Projekt Buch-Oase in den Kulturstadtplan der Stadt aufgenommen zu werden. Das scheitert daran, dass den Menschen in den Ämtern oder in der Stadt nicht bewusst ist, dass wir hier faktisch ehrenamtlich als Kultureinrichtung tätig sind. Nur weil wir kein e. V. sind, wird unsere Kulturarbeit &#8211; ich arbeite als Metall-Arbeiter in Vollzeit &#8211; nicht gewürdigt. Da wird dann gesagt, das ist Gewerbe, Gastronomie. Aber vergleich uns mal mit anderen Cafés&#8230; Jeder, der uns kennt, weiß, dass das nicht vergleichbar ist.</p>
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		<item>
		<title>Literaturhaus Nordhessen ist Kooperationspartner des 6. Kasseler Komik-Kolloquiums 2013</title>
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		<pubDate>Wed, 06 Feb 2013 16:38:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>gebhardt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Archiv]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Literaturbüro Nordhessen ist Kooperationspartner des 6. Kasseler Komik-Kolloquiums, mit namhaften Gästen sowie einer Tagung zu Religion und Komik. Unter dem Motto &#8220;11 Stunden bis zur Ewigkeit&#8221; bietet das Programm vom 23. Februar bis zum 2. März 2013 Lesungen, Workshops, &#8230; <a href="http://www.literaturbuero-nordhessen.de/literaturhaus-nordhessen-ist-kooperationspartner-des-6-kasseler-komik-kolloquiums-2013/">Mehr <span class="meta-nav">&#187;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.literaturbuero-nordhessen.de/wp-content/uploads/2013/02/00_Panorama.jpg" rel="attachment wp-att-2110"><img class="alignleft size-large wp-image-2110" title="00_Panorama" src="http://www.literaturbuero-nordhessen.de/wp-content/uploads/2013/02/00_Panorama-607x165.jpg" alt="" width="607" height="165" /></a>Das Literaturbüro Nordhessen ist Kooperationspartner des 6. Kasseler Komik-Kolloquiums, mit namhaften Gästen sowie einer Tagung zu Religion und Komik. Unter dem Motto &#8220;11 Stunden bis zur Ewigkeit&#8221; bietet das Programm vom 23. Februar bis zum 2. März 2013 Lesungen, Workshops, Musik, Bühnenshows, Werkstattgespräche, Ausstellungen und Vorträge. Zum Festival-Auftakt werden wie jedes Jahr der Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor und der Förderpreis Komische Literatur von der Stiftung Brückner-Kühner und der Stadt Kassel verliehen.</p>
<p>Karten im Vorverkauf beim HNA Kartenservice, Mauerstr. 11, 34117 Kassel (Kurfürsten-Galerie, Erdgeschoss)</p>
<p><a href="http:///www.komik-kolloquium.de/">Zur Homepage des Kasseler Komik-Kolloquiums</a></p>
<p align="left"><span style="text-decoration: underline;"><strong>Programm (Kurzübersicht) <a href="http://www.literaturbuero-nordhessen.de/wp-content/uploads/2013/02/Komik_C.jpg" rel="attachment wp-att-2109"><img class="alignright size-thumbnail wp-image-2109" title="Komik_C" src="http://www.literaturbuero-nordhessen.de/wp-content/uploads/2013/02/Komik_C-200x208.jpg" alt="" width="200" height="208" /></a></strong></span></p>
<p align="left"><strong>Samstag, 23.2.2013</strong><br />17 Uhr / Rathaus<br />Festivaleröffnung: Verleihung des Kasseler Literaturpreises für grotesken Humor an Wilhelm Genazino und des Förderpreises Komische Literatur an Wolfram Lotz.</p>
<p><strong>Sonntag, 24.2.2013</strong><br />11 Uhr / Stadtbibliothek<br />Ingomar von Kieseritzky liest aus „Traurige Therapeuten“</p>
<p align="left">15 Uhr / Stadtbibliothek<br />„Genazinos Museum“ mit Wilhelm Genazino und Marlene Breuer</p>
<p align="left">20 Uhr / Universität Kassel, Musiksaal<br />„Pigor singt. Benedikt Eichhorn muss begleiten“</p>
<p align="left"><strong>Montag, 25.2.2013</strong><br />20 Uhr / Caricatura<br />„Komische Liebesgedichte“ &#8211; Nina Petri und Christian Maintz</p>
<p align="left"> <strong>Dienstag, 26.2.2013</strong><br />20 Uhr / Kunsthochschule, Hörsaal<br />„Lentz und Winters merken was“, Bühnenshow mit Michael Lentz und Uli Winters</p>
<p align="left"><strong>Mittwoch, 27.2.2013</strong><br />20 Uhr / Kunsttempel<br />3durch3 − Franzobel, Ulrich Holbein, Wolfram Lotz.</p>
<p align="left"><strong>Donnerstag, 28.2.2013</strong><br />14 Uhr / KulturBahnhof, Tagungszentrum<br />Auftakt Tagung „Komik und Religion“</p>
<p align="left">20 Uhr / Stadtbibliothek<br />Felicitas Hoppe liest aus „Hoppe“</p>
<p align="left"><strong>Freitag, 1.3.2013</strong><br />10 bis 17 Uhr / KulturBahnhof, Tagungszentrum<br />Tagung „Komik und Religion“</p>
<p> 16 Uhr / Caricatura<br />„Hat Gott Humor?“<br />Podiumsgespräch mit Wiglaf Droste, Harald Fischer, Felicitas Hoppe, Aiman Mazyek und Gabriele Rittig. Moderation: Dr. Arne Kapitza. In Kooperation mit hr2-kultur</p>
<p>20 Uhr / Kulturzentrum Schlachthof<br />Lange Lesenacht. Der „Exot“ präsentiert:<br />Tilman Birr, Kirsten Fuchs, Anselm Neft, Nadja Schlüter und Franziska Wilhelm</p>
<p align="left"><strong>Samstag, 2.3.2013</strong><br />10 bis 14 Uhr / KulturBahnhof, Tagungszentrum<br />Tagung „Komik und Religion“</p>
<p align="left">20 Uhr / Caricatura <br />Eckhard Henscheid: „Die Mätresse des Bischofs“</p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">Ausstellungen</span></strong></p>
<p><strong>25.2 &#8211; 2.3. / Stadtbibliothek</strong><br />„Genazinos Museum“, Hörspielstation</p>
<p><strong>22.2.-2.3.2013 / Caricatura</strong> <br /> Kabinettausstellung: “Kann denn Lachen Sünde sein? <br />Karikaturenstreitereien − Dokumentation und Cartoons“</p>
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		<title>Wenn Mode alleine zu langweilig wird &#8211; Gespräch mit Evelyn Schönwald, Leitende Kostümbildnerin am Staatstheater Kassel (WS2012/13)</title>
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		<pubDate>Fri, 01 Feb 2013 16:44:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>gebhardt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Literaturbüro und Uni KS]]></category>
		<category><![CDATA[Institut für Germanistik]]></category>
		<category><![CDATA[Kulturszene]]></category>
		<category><![CDATA[Staatstheater Kassel]]></category>
		<category><![CDATA[Universität Kassel]]></category>

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		<description><![CDATA[Evelyn Schönwald wurde in in Kostanz geboren und wuchs dort auf. Nach ihrem Abitur hat sie sich in die große Welt der Mode gestürzt. Es  begann mit einer Schneiderlehre und ging mit einem Mode- und Schnittdesignstudium in Düsseldorf weiter. Nach &#8230; <a href="http://www.literaturbuero-nordhessen.de/wenn-mode-alleine-zu-langweilig-wird-gespach-mit-evelyn-schonwald-leitende-kostumbildnerin-am-staatstheater-kassel-ws201213/">Mehr <span class="meta-nav">&#187;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Evelyn Schönwald wurde in in Kostanz geboren und wuchs dort auf. Nach ihrem Abitur hat sie sich in die große Welt der Mode gestürzt. Es  begann mit einer Schneiderlehre und ging mit einem Mode- und Schnittdesignstudium in Düsseldorf weiter. Nach der Beendigung des Studiums und der Assistenzzeit arbeitete sie unter anderem in Stuttgart, Wuppertal, Heidelberg und München. Seit 2005 ist sie Leitende Kostümbildnerin am Staatstheater Kassel.  </em></p>
<p><strong><a href="http://www.literaturbuero-nordhessen.de/wp-content/uploads/2013/02/Schönwald_8001.jpg" rel="attachment wp-att-2050"><img class="alignleft size-full wp-image-2050" title="Schönwald" src="http://www.literaturbuero-nordhessen.de/wp-content/uploads/2013/02/Schönwald_8001.jpg" alt="" width="300" height="458" /></a>Von Maike Reinhard.</strong></p>
<p><strong>Bitte beschreiben Sie sich selbst.</strong><br />Evelyn Schönwald: Ich bin ein gelassener Mensch und kann mit Problemen gut und schnell umgehen, was durch den stressigen Alltag im Theater sehr wichtig ist. Außerdem bin ich tendenziell optimistisch, offen und liebe Kunst (lacht).</p>
<p><strong>Welche positiven und negativen Eigenschaften zeichnen Sie aus?<br /></strong>Positiv ist, dass ich in der heutigen Zeit in Kultur und Theater immer Möglichkeiten sehe etwas umzusetzen und erfüllbar zu machen, da es aus finanzieller Sicht oft sehr schwer ist. Manchmal bin ich ungeduldig, das ist meine negative Eigenschaft.</p>
<p><strong>Wie kam es dazu, dass Sie Modedesign studiert haben und warum gerade in Düsseldorf?</strong><br />Zu der damaligen Zeit gab es nur drei Orte, an denen dies möglich war. Das waren Hamburg, München und Düsseldorf. Diese Flut an Möglichkeiten in dem Bereich wie heute, gab es damals nicht und darum war es Düsseldorf. Das hatte auch private Gründe, da ich jemanden kannte, der dort an der Uni war. Zudem hat die Stadt mich am meisten gereizt. Außerdem wollte man weg von zu Hause (lacht).</p>
<p><strong>War es schon immer ihr Wunsch, Kostümbildnerin zu werden oder wollten Sie eine andere Richtung einschlagen?<br /></strong>Zuerst war meine Absicht, in die Mode zu gehen, darum habe ich auch in diesem Bereich studiert. Das fand ich dann schnell langweilig, weil mir bewusst wurde, dass es nicht viele Möglichkeiten in Deutschland gab. Außerdem wurde vieles ausgelagert und dann fand ich Theater spannender, da man durch die Stücke, mit denen man arbeitet auch lernt mit Texten umzugehen.</p>
<p> <strong>Was sind genau ihre Aufgaben am Staatstheater?<br /></strong>Ich leite die gesamte Kostümabteilung, dass heißt die Herren- und Damenschneiderei für Oper, Schauspiel und Tanz. Auch die finanzielle und künstlerische Eignung liegt in meiner Hand. Künstlerisch in dem Sinne, wie die Dinge umgesetzt werden. Wenn ich die Zeit habe, entwerfe ich auch noch die Kostüme selber.</p>
<p><strong>Nach welchen Kriterien haben Sie ihre Arbeitsplätze ausgesucht?</strong><br />Das sind alles Zufälle. Es gibt nicht in jeder Stadt ein Theater. Es hat damit zu tun, was zu dem Zeitpunkt passiert, wenn man gekündigt hat</p>
<p><strong>Woher nehmen Sie die Inspiration für ihre Kostüme?</strong><br />Aus der Kunst, Modebüchern, aus historischen- und Kostümbüchern, der verschiedenen Epochen. Heute nimmt man sie auch mal aus Videoclips. Manchmal haben diese auch interessante Sachen zu bieten.</p>
<p><strong>Wie lange braucht man von der Zeichnung des Entwurfs bis zu Fertigstellung eines Kostüms?</strong><br />Der Entwurf geht relativ schnell, da man sich vorher mit dem Thema und dem Stück beschäftigt hat. Es folgen viele Gespräche mit dem Regisseur, da die Kostüme zu seiner Inszenierung passen müssen. Dann ist es auch unterschiedlich, ob es ein aufwendiges historisches Kostüm ist. Das kann bis zu zwei Wochen dauern. Ist es ein kleines einfacheres Kleid, geht es schneller. Bei einem großen Barockkostüm bespricht man erstmal mit den Gewandmeistern die Schnitte, die für jeden Solisten, Sänger und Schauspieler nach Maß angefertigt werden. Nebenbei werden die Stoffe parallel gesucht, da man auch eine bestimmte Vorstellung von dem Ergebnis hat. Nicht immer gibt es jeden Stoff, da die Auswahl begrenzt ist. Die Kostüme werden in der Werkstatt zugeschnitten. Danach folgen die Anproben und das Kostüm ist nach letzten kleinen Änderungen fertig.</p>
<p><strong>Wie viel kostet so ein historisches Kleid?<br /></strong>Die sind sehr teuer. So ein Kleid wird schon mehrere Tausend Euro kosten. Vom Material her ist natürlich ein großes Kleid mit Unterbauten auch schnell bei 600 bis 700 Euro. Aus dem Grund werden viele Kostüme dieser Art nicht mehr angefertigt, da man den Etat nicht hat.</p>
<p> <strong>Gibt es ein Kostüm, das Ihnen besonders im Gedächtnis geblieben ist?</strong><br />Ich habe eine Kostümausstattung für <em>Die Kameliendame </em> gemacht, die wir mit <em>La Traviata</em> gekoppelt haben. Das war eine sehr schöne Produktion. Die Kostüme waren modern, aber sehr historisch angehaucht. Es waren sehr außergewöhnliche Kostüme. Das ist mir noch in Erinnerung geblieben. Einmal haben wir eine wunderbare Revue in Wuppertal gemacht, <em>Bugsy Malone</em>. Diese haben wir mit 100 Kindern und Jugendlichen, die zwischen sieben und dreizehn Jahren waren, erarbeitet. Die ganzen Kostüme wurden im Stil der 20er Jahre gearbeitet und genäht. Das sah nachher ungewöhnlich aus und war etwas ganz Besonderes.</p>
<p><strong>Haben Sie jemals den Wunsch nach Veränderung verspürt?</strong><br />Eigentlich nicht und falls doch, habe ich mich verändert. Gerade in den jungen Jahren. Heute habe ich das seltener. Als ich damals in Stuttgart war, bin ich nach sechs Jahren gegangen. Irgendwann hat sich so was auch erschöpft. Wenn manchmal ein Intendantenwechsel war oder ein ganzes Team wechselte, benutzt man das, um auch mal den Ort zu wechseln und etwas Neues zu sehen. Das bringt wieder neue Inspiration und man lernt immer neue und interessante Menschen kennen.</p>
<p><strong>Wenn Sie ihr ganzes Leben betrachten, würden Sie alles nochmal genauso machen oder jetzt noch etwas verändern?</strong><br />Also generell würde ich den Weg fast genauso wieder einschlagen. Ich finde es ist ein sehr schöner Beruf. Das Einzige das mich jetzt noch mal reizen würde, wäre Landschaftsgestaltung. Das wusste ich früher aber auch nicht.</p>
<p><a href="http://www.staatstheater-kassel.de">Zur Homepage des Staatstheaters Kassel</a></p>
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